muelltonne-spricht-vollIm Rahmen des Wahlkampfes und der Steigerung der Einwohnerzahlen der Stadt Dingelstädt sollten die Stadtväter mal über eine kostenlose Müllabfuhr von Windeln bei Neugeborenen oder Kleinkindern nachdenken. Das was da momentan abläuft stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel.

Ja, nun habe ich auch das System von EW Entsorgung (Eichsfeldwerke Heiligenstadt) erkannt. Komplizierter geht´s nicht. Muss man dazu studiert haben? Ich hoffe doch wohl nicht, es wäre zu beschämend.

Bei einem 2 Personenhaushalt ergibt sich folgende Berechnung

Pro Nase darf man 30 Liter pro Monat fahren lassen. Sind also pro Monat 60 Liter, daher pro Halbjahr 360 Liter (EW Entsorung rechnet immer in halben Jahren, logisch, machen wir ja auch, ich zum Beispiel hab 0,5 mal im halben Jahr Geburtstag). Macht bei einer 60 Litertonne 6 Abfuhren pro Halbjahr, also eine Abfuhr pro Monat.

Bei einem 3 Personen-Haushalt

Pro Nase darf man also 30 Liter pro Monat fahren lassen. Sind also pro Monat 90 Liter, daher pro Halbjahr 540 Liter. Macht bei einer 60 LiItertonne 9 Abfahrten pro Halbjahr.

Wahlkampf in Dingelstädt: Babywindeltonne

Jeder Politiker quatscht dich an, wähl mich, wir machen dies und das und wenn alles klappt das auch noch. Warum macht man mal nicht was für die Kinder? Ich muss gestehen, der neue Bummikindergarten, stand jetzt erst in der Zeitung, ist echt gelungen, herzlichen Glückwunsch und danke dafür. Aber wir brauchen doch nicht nur Millionenprojekte, mit Schulden wie die Stabsmajore und Abermillionen Fördermitteln. Eine einfache Tonne einmal im Monat für Windeln würde schon reichen.

Denkt mal drüber nach.

Wahlkampf in Dingelstädt: Gelbe Säcke

Dieses Problem kennt sicher jeder und zwar nicht nur in Dingelstädt. Auch die umliegenden Dörfer und Gemeinden kämpfen um die gelben Säcke oder besser bekannt unter den Stichwörtern und Fragen:

Bring mir mal ´ne Rolle Gelbe Säcke mit. Nein, jeder bekommt nur eine Rolle.

Wo gibt’s denn eigentlich gelbe Säcke? Noch im REWE oder bei Getränkesolf oder gab’s die nicht auch mal bei Agroma oben im Getränkemarkt? Ne, ich glaube in der Bibliothek gibt’s die noch. So ein Käse, dort gibt´s die schon lange nicht mehr. Ich weiß wo’s gelbe Säcke in Dingelstädt gibt: Da, wo der ganze Müll auch sortiert wird. Aber nicht unser Müll, sondern der Müll von Mülhausen. Unsere Verpackungen und Plastikbecher werden nach Nordhausen gefahren, weil es eben dort ein besseres Angebot für die Anlage und für den Landkreis gab. Zumindest ist das mein letzter Stand. Ich habe mal mit dem Leiter der Sortierenanlage der LSR (ehemalig 12 Apostel) gesprochen. Der hat mir das so gesagt, da kann man sich doch nur an den Kopf packen und die Frage stellen,

Wieso muss jede Person in Dingelstädt fast bis nach Wachstedt (zur LSR / 12 Apostel) laufen oder besser fahren, um sich eine Rolle gelbe Säcke abzuholen. Mehr bekommt man ja nicht, jeder Bürger eine Rolle. Und man darf auch nicht für den Nachbarn mitbringen.

Nur mal so zur Info:


Größere Kartenansicht

Hin und zurück sind das bei mir immerhin 4,8 km. Rechnet man das ganz einfach und ohne großartige Recherchen mit der steuerlich abzugsfähigen Reisekostenpauschale von 0,30 € je gefahrenen Kilometer, so kommt man auf stolze 1,44 EUR je Rolle gelbe Säcke. Dazu rechnet man noch den Zeitaufwand, denn mit Sicherheit ist meinen 15 bis 30 Minuten unterwegs. Inklusive des Gesprächs mit der freundlichen Mitarbeiterin, dem erneuten Versuch, doch eine zweite Rolle zu bekommen und den Erklärungsversuchen der pflichtbewussten Angestellten, dass das nicht ginge. Summa summarum schätze ich die Kosten einer Fahrt pro Rolle gelbe Säcke auf 2 Euro (zaghaft geschätzt).

Nun mein Vorschlag an die Dingelstädter Politik:

Macht es so wie die Eichsfeldwerke und gebt am Jahresanfang jedem Bürger ein gewisses Quantum gelber Säcken aus. Damit muss jeder haushalten und für jede weitere Rolle gelbe Säcke berechnet ihr einfach 0,50 € oder vielleicht auch einen Euro, der zu zahlen ist. Ich denke das macht jeder und so werden auch keine gelben Säcken zweckentfremdet. Die Ausgabe und Kassierung kann über die LSR erfolgen. So würde sich auch eine Fahrt pro Jahr wegen 12 oder 24 Rollen Säcke lohnen. Außerdem hört es endlich auf, wegen einer Rolle gelber Säcke durch das halbe Eichsfeld zu fahren.

gelbe-saecke-dingelstaedtPositives Firmenimage durch Gelbe Säcke Ausgabestelle aufbauen?

Wer das glaubt, glaubt sicher auch noch an den Weihnachtsmann. Es gibt in Dingelstädt sicher keine Firma, die sich durch die Ausgabe der gelben Säcke einen positiven Namen oder eine goldene Nase vedient hat. Mit dieser zusätzlichen Aufgabe schadet man seiner Firma eher, als man dadurch ein positives Firmenimage aufbaut. Warum? Weil jede Diskussion im Laden oder in der Verkaufsstelle bezüglich der Ausgabe von gelben Säcken in der Regel negativ behaftet ist, somit der Kunde mit diesem Laden immer negative Erfahrungen und Erlebnisse verbindet. Unbewusst versteht sich. Aber welcher Unternehmer will das schon?

Lieber Politiker und Stadtväter der Stadt Dingelstädt. Versucht einfach in eurem Wahlkampf derartige Probleme aufzunehmen und wirklich in eurer Amtsperioden zu lösen und umzusetzen. Dann hat die Stadt genaue die Probleme gelöst, die wirklich alle, jeden einzelnen Bürger gleichermaßen betreffen, gelöst. So hat jeder Bürger etwas vom Wahlkampf. Aber nicht nur vom Wahlkampf, sondern jeder Bürger hat einen positiven Nutzen auch von einer von ihm nicht gewählten Partei und wer kann schon in der Politik behaupten:

In unserer Stadt werden Entscheidungen getroffen, von denen jeder,
wirklich jeder Bürger partizipiert, also einen positiven Nutzen hat.

Die Antwort könnte lauten: in Dingelstädt.

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