Das Eichsfeld, eine landschaftlich und kulturell attraktive Region, liegt Mitten im Herzen Deutschlands. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 897. Seine historischen Grenzen liegen innerhalb der Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Hessen. Jahrhunderte lang gehörte das Eichsfeld zum Fürstenbistum Mainz. Die dadurch entstandene katholische Prägung der Bevölkerung hat sogar die DDR überdauert. Im schönen Eichsfeld entspringen die Unstrut, die Wipper und die Leine.
Sehenswürdigkeiten
Das Eichsfeld ist reich an Burgen, von denen die meisten sehr gut erhalten sind und touristisch genutzt werden, z.B.: Burg Scharfenstein, Burg Hanstein, Burg Gleichenstein, Burg Bodenstein, Burg Greifenstein. Ein weiterer Anziehungspunkt sind die wunderschönen Kirchen des Eichsfeldes, besonders erwähnenswert ist der Eichsfelder Dom in Effelder. Die traditionelle Palmensonntagsprozession mit jährlich mehr als 10.000 Gläubigen wird in der historischen Hauptstadt des Eichsfeldes in Heilbad Heiligenstadt zelebriert.
Spezialitäten
Im Eichfeld gibt es kulinarische Leckerbissen, die deutschlandweit ihresgleichen suchen. Zu einem frisch gebrühten Kaffee reicht man in dieser Region den Eichsfelder Schmandkuchen. Wer es lieber deftiger mag, kommt mit dem Feldgieker (auch Feldkieker) zu einem unvergesslichen Gaumenschmaus. Der Feldgieker besteht aus reinem Schweinefleisch und ist eine luftgetrocknete, schnittfeste Dauerwurst.
Zur Herstellung des Feldgiekers
Der Feldgieker wird im Eichsfeld traditionell hergestellt. Wobei gerade in den Dörfern die eigene Aufzucht der Feldgiekerpflanzen (so werden im Eichsfeld scherzhaft die Ferkel genannt) sowie die Hausschlachtung sehr geschätzt werden.
Bei der Herstellung des Feldkieckers wird, und das ist einzigartig in Deutschland, das Fleisch warm verarbeitet. Mit den entsprechenden Gewürzen veredelt und natürlich ohne Konservierungsstoffe und ohne Zusätze, wird die Wurstmasse in Blasen gepresst. Auf Stangen gehängt, in einem kühlen, nicht zu trockenen Lehmbodenzimmer reift der Feldgieker geschmacklich ausgezeichnet.
Wann ist die Reifung abgeschlossen?
Nach alter Überlieferung ist der Feldkieker reif, wenn im Frühling der Kuckuck ruft.
Im Allgemeinen dauert die Reifung je nach Größe des Feldgiekers 4 bis 8 Monate.
Wie wird der Feldgieker traditionell gegessen?
Der Ur-Eichsfelder sagt: „Feldgieker muss über die Faust gegessen werden“. Das heißt, auf eine frische Scheibe Brot wird eine daumendicke Scheibe Feldgieker gelegt und herzhaft hineingebissen. Zu besonderen Anlässen wird die Scheibe Brot dick mit Schmand bestrichen und dann mit Feldgiekerscheiben belegt. Das ist eine sehr leckere aber auch kalorienreiche Variante.
Quelle: Gastbeitrag eichsfelder-shop.de

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